DXA-Messung (Dual-Röntgen-Absorptiometrie):
- Goldstandard zur Bestimmung der Knochendichte. Schmerzfreies Verfahren mit minimaler Strahlenbelastung.
- Messung an Lendenwirbelsäule (L1-L4; mindestens 2 Wirbelkörper müssen auswertbar sein) und beiden proximalen Femura.
- Diagnosestellung: Der niedrigste T-Score an LWS oder Hüfte ist maßgeblich.
- Kontrollintervalle/Therapiemonitoring: Der Mittelwert der T-Scores beider Hüften wird verwendet.
- Trabecular Bone Score (TBS):
Die Knochendichtemessung (DXA) ist ein wichtiger Bestandteil der Osteoporose-Diagnostik. Sie misst die Knochenmineraldichte (BMD) und gibt Aufschluss über die Knochenmasse. Doch die Knochenstärke hängt nicht nur von der Menge, sondern auch von der Qualität des Knochengewebes ab. Hier kommt der Trabecular Bone Score (TBS) ins Spiel.Was ist der TBS?
Der TBS ist ein relativ neuer Parameter, der aus den DXA-Bildern der Lendenwirbelsäule berechnet wird. Er analysiert die Mikroarchitektur des Knochengewebes, genauer gesagt die Struktur der Knochenbälkchen (Trabekel). Diese Trabekel bilden ein Netzwerk, das dem Knochen seine Festigkeit und Elastizität verleiht.Wie funktioniert der TBS?
Der TBS wird mit einer speziellen Software berechnet, die die Graustufenvariationen in den DXA-Bildern analysiert. Diese Variationen spiegeln die Struktur der Trabekel wider. Ein hoher TBS-Wert deutet auf eine dichte und gut vernetzte Trabekelstruktur hin, während ein niedriger Wert auf eine poröse und geschwächte Struktur hinweist.Warum ist der TBS wichtig?
- Ergänzung zur Knochendichtemessung:
Der TBS liefert zusätzliche Informationen zur Knochenqualität, die über die reine Knochendichte hinausgehen. Er kann helfen, das Frakturrisiko besser einzuschätzen, insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren wie Diabetes, Glukokortikoidtherapie oder rheumatoider Arthritis.- Früherkennung von Knochenschwäche:
Der TBS kann Veränderungen in der Knochenstruktur erkennen, bevor die Knochendichte abnimmt. Dies ermöglicht eine frühere Intervention und Prävention von Frakturen.- Verbesserte Risikoeinschätzung:
In Kombination mit der Knochendichte und anderen Risikofaktoren kann der TBS die Vorhersage des Frakturrisikos verbessern und die Entscheidung für eine geeignete Therapie unterstützen.Für wen ist der TBS geeignet?
- Postmenopausale Frauen
- Männer über 50 Jahre
- Personen mit Risikofaktoren für Osteoporose (z. B. Diabetes, Glukokortikoidtherapie, rheumatoide Arthritis)
- Patienten mit bereits bekannter Osteoporose zur besseren RisikoeinschätzungWas bedeutet mein TBS-Wert?
- TBS ≥ 1,350: Normale trabekuläre Mikroarchitektur
- TBS 1,200 – 1,350: Teilweise verschlechterte trabekuläre Mikroarchitektur
- TBS ≤ 1,200: Abgebaute/verschlechterte trabekuläre MikroarchitekturDer TBS im Balance Institut:
Im Balance Institut bieten wir die TBS-Messung als wertvolle Ergänzung zur DXA-Messung an. Unsere erfahrenen Experten analysieren Ihre Ergebnisse und beraten Sie umfassend zu Ihrer Knochengesundheit.Fazit:
Der TBS ist ein wichtiger Fortschritt in der Osteoporose-Diagnostik. Er ermöglicht eine umfassendere Beurteilung der Knochenstärke und trägt dazu bei, das Frakturrisiko besser einzuschätzen. Wenn Sie Fragen zum TBS oder zur Knochendichtemessung haben, stehen wir Ihnen im Balance Institut gerne zur Verfügung.
